Mit dieser Frage haben wir uns ganz zu Anfang, noch vor unserer Gründung auf die Suche gemacht: Welcher Strom ist besonders nachhaltig, wird also aus regenerativen Quellen gespeist? Und wo wird kein Gewurschtel mit Emissionshandel usw. im großen Stil betrieben?

Kein ganz einfaches Unterfangen, wenn wir mal ganz ehrlich sind. Denn seit Grünsein ‚in‘ ist, wird sich auch gerne mal mit Federn geschmückt, die ganz schön verschmutzt sind, wenn man genauer hinschaut. Staffan Revemann hat einen sehr spannenden Artikel dazu geschrieben. Er beleuchtet darin unter anderem, wie in Deutschland grüner Strom aus Norwegen eingekauft wird, der jedoch in der Menge in Deutschland gar nicht ankommt, weil es bis Juni 2021 keine entsprechende Leitung dafür gab.

Aber was dann? Wo gibt es den grünsten Strom?

Nach einiger Recherche sind wir auf die Stromgewinnung in Island gestoßen: Island hat ein geschlossenes System und produziert in erster Linie Strom für sich selbst. Den Graustrom, wie wir ihn oft in Europa beziehen, gibt es hier in diesem großen Stile nicht, denn: Es gibt schlicht keine Verbindung, kein Kabel, das einmal quer durch den Atlantik zum Inselstaat führt. Die Stromeinspeisung von anderswo, bei der nicht klar ist, ob der Strom jetzt grün, schwarz oder gelb ist, kann hier somit nicht stattfinden.

Das ist das Eine. Das Andere ist, dass Island uns im Grunde schon seit Jahrzehnten zeigt, wie der Einklang mit der Natur wirklich funktioniert. Durch ihre Verständnis für den Reichtum der Landschaften und der Natur, haben sie geschafft, was sonst nur heiß diskutiert wird: In Island wird Strom ausschließlich CO2-neutral aus Geothermie und Wasserkraft gewonnen. Er entspringt der unmittelbaren Kraft des Landes und wird aus heißen Quellen und Wasserdampf gewonnen. Die Wärme verpufft nicht, sondern wird in den Haushalten genutzt. Dafür legt der Strom weder lange Wege zurück, noch muss er künstlich hergestellt werden. Trotzdem oder genau deswegen ist der Strom günstiger als überall sonst in Europa. Schließlich muss hier auch keine Abgabe auf die Belastung durch Kohlendioxid gezahlt werden, denn diese fällt für den hier produzierten Strom gar nicht erst an.

Die besten Voraussetzungen für den Serverstandort Island

Seit 2012 gibt es nahe Reykjavik das erste Rechenzentrum, das kein Kohlendioxid ausstößt. Zudem müssen Server stetig runtergekühlt werden, gerade wenn, wie aktuell zu beobachten, der Trend gen steigende Internetnutzung geht, sprich: Es wird heiß! Auf Island wird es bislang im Sommer normalerweise nicht wärmer als 22 Grad, sodass die Kühlung nahezu komplett per Frischluft funktioniert. Einmal Fenster auf reicht, ganz plakativ gesprochen. Eine Freikühlung ist quasi ganzjährig möglich.

All das sind für uns Faktoren, weshalb Islands Strom besonders nachhaltig und grün ist. Genau danach haben wir gesucht und uns daher entschlossen, Island als Serverstandort zu wählen.

Aber es gibt noch weitere Faktoren, die für Island sprechen:

  • Das Stromnetz Islands zählt zu den sichersten und stabilsten der Welt,
  • das Land hat eine der fortschrittlichsten Digitalen Agendas (Stichwort Datenschutz)
  • und ist dank Seekabel für Internet und Telekommunikation nur 18 Millisekunden von Frankfurt entfernt.

Melde dich hier zu unserem Newsletter an.