Dass eine Flutlichtlampe im Stadion oder auch der Backofen zu Hause einen hohen Stromverbrauch hat – keine Frage! Das ist uns wahrscheinlich allen bewusst. Aber ‚das Internet‘? Okay, wenn ich meinen Computer anstelle, verbraucht dieser offensichtlich Strom, auch mein Drucker, Scanner und was ich sonst zum Arbeiten oder in meiner Freizeit verwende, muss natürlich mit dem Stecker in der nächsten Steckdose sein, damit sie funktionieren. Doch auch bei einem Klick auf die nächste Webseite und bestimmten anderen Tätigkeiten im Internet wird ein erhöhter Energieverbrauch aufgerufen.

Schon 2014 wies eine Studie nach, dass das Internet 2012 für 4,6 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs verantwortlich war (Quelle 1), Tendenz steigend: 3,9 Milliarden Menschen sind 2020 mit elektronischen Geräten online, im Jahr 2021 steigt diese Zahl laut Prognosen auf 4,14 Milliarden an (Quelle 2). Damit wird der Internet-Sektor in zahlreichen Artikeln und Beiträgen bereits als eigenes Land oder Stadt beschrieben, die in Sachen Energieverbrauch gleich hinter den USA und China kommt.

Aber was verbraucht im Internet wirklich so viel Strom?

Streaming-Anbieter verbrauchen den meisten Strom. Warum? Weil die Dienste zum Einen von überall abrufbar sind. Zum Anderen handelt es sich beim Streamen in der Regel um Videos, die ohnehin den größten Speicherplatz bzw. das höchste Datenvolumen brauchen, das nun vom Speicherort zum:r Nutzer:in übertragen wird.

Stromverbrauch bei Videostreaming und Musikstreaming am höchsten

Wenn wir über Streaming-Dienste und Videos sprechen, müssen wir auch über Online-Video-Konferenzen sprechen: Treffen wir uns virtuell mit Video und Ton verbraucht das jede Menge Datenvolumen, ergo Strom! Willst du Strom sparen, macht es schon mal Sinn, das Video auszuschalten. Doch wenn wir einen Blick auf den Verbrauch durch Musikstreamingdienste werfen, stellen wir fest: Auch reines Audio-Streaming kostet eine ganze Menge CO². Als die Musikstreamingdienste um 2016 übernahmen, sprang der Verbrauch durch die Musikindustrie von ca. 157.000 Tonnen CO² auf ca. 300.000 Tonnen an (Quelle 4).

Warum du mit Google-Suchen eine Lampe anmachen kannst

Aber auch kleinere Tätigkeiten verbrauchen Energie in einer Menge, die uns oft gar nicht so bewusst ist. Wie oft suchst du zum Beispiel am Tag etwas via Google? „Eine Anfrage bei der bekanntesten Suchmaschine erzeugt nach Angaben des Unternehmens einen Strombedarf von 0,3 Wattstunden. Mit 20 Anfragen können Sie also eine Energiesparlampe eine Stunde leuchten lassen, mit 200 Anfragen ein Hemd bügeln.“, erklärt die Plattform heise.de sehr bildlich, was bei dieser vermeintlich kleinen, alltäglichen Anfrage im Hintergrund an Energie benötigt wird (Quelle 4).

Externe Daten und internes Verhalten

Nicht zu vergessen sind Cloud-Dienste wie Dropbox und Google-Drive: Alles, was immer abrufbar ist, verbraucht kontinuierlich Strom. Der Platz auf den Servern ist nie wirklich frei. Zudem müssen diese 24/7 zur Verfügung stehen und die Inhalte abrufbar sein. Übrigens: Cloud-Dienste sind nicht zu verwechseln mit Cloud-Computing.

Kein Wunder also, dass das Internet zu den größten Stromverbrauchern der Welt zählt (Tendenz steigend, s. Quelle 3), denn die oben genannten Beispiele nutzen wir vermutlich alle. Und es gibt darüber hinaus noch sehr viel mehr, was wir im Internet tun und insofern Strom verbraucht. Ein erster Schritt ist, zu einem nachhaltigen Stromanbieter zu wechseln und im Anschluss nach und nach das eigene Verhalten und die Nutzung des Internets hin zu mehr Energieeinsparungen zu optimieren. Unser Hostingangebot unterstützt dich dabei!

Quellen:

1. https://www.quarks.de/technik/energie/so-viel-energie-verbraucht-das-internet/
2. https://www.polarstern-energie.de/magazin/artikel/stromverbrauch-im-internet/
3. https://www.enviam-gruppe.de/energiezukunft-ostdeutschland/energie-fakten/stromverbrauch-internet#:~:text=Ausblick.,sind%2050%20Milliarden%20Ger%C3%A4te%20online
4. https://www.heise.de/tp/features/Stromfresser-Internet-4776573.html

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