Seit Ausbruch der Corona-Pandemie arbeiten mehr Menschen als je zuvor im Homeoffice. Gleichzeitig ist den Berechnungen von Statista zufolge die Informationstechnik der größte Stromfresser in den Einzelhaushalten – mit einem derzeitigen Verbrauch von 27%. Gleichwohl Geräte wie Laptop, TV und Audioausgabegeräte im Einzelnen weniger Strom verbrauchen als beispielsweise Waschmaschinen, so ist deren ständige Nutzung Grund dafür, warum diese fast ein Drittel des persönlichen Stromverbrauchs ausmachen.

Mobile Geräte oder PC?

Im Vergleich zum Desktop-PC bieten mobile Geräte wie ein Laptop schon die erste Einsparung. Dies schlägt sich nicht nur in den Kosten für dich als Endverbraucher nieder, sondern kann ein Indikator für den eigentlichen Energieverbrauch sein. Während sich bei Laptops der Kostenanteil auf rund 15 Cent pro Arbeitstag beläuft, liegt der Desktop-PC mit angeschlossenem Bildschirm bereits bei 50 Cent.2 Dies liegt auch daran, dass mobile Geräte dafür konstruiert wurden, einige Stunden ohne Stromzufuhr zu funktionieren. Wenn man also regelmäßig Laptops vom Stromkabel (und dieses wiederum von der Steckdose) trennt, können sich Einsparungen von bis 40% bei der Energiezufuhr im Vergleich zu einem Desktop-PC ergeben.3

Energieverbrauch durch Homeoffice – und deren Kosten

Anders gesprochen beläuft sich der durchschnittliche Stromverbrauch mit einem Laptop und zwei angeschlossenen Monitoren einem Test der WEMAG bei einer Durchschnittsnutzung von 8 Stunden täglich auf 0,67 kWh. Auf ein volles Jahr mit 249 Arbeitstagen gerechnet, bedeutet dies Mehrkosten durch das Homeoffice von rund 43 Euro pro Gerät pro Kopf.4 Zusätzliche Geräte verbrauchen natürlich zusätzlich Strom und verursachen weitere Kosten. Dabei könne das tägliche Laden von Smartphones mit Kosten eines halben Cents pro Tag (bei 3 Stunden Ladezeit mit neuen Netzteilen) nahezu vernachlässigt werden. 5

Energiesparmodus aktivieren

Auch der Energiesparmodus verbraucht Strom. Zugleich birgt der Sparmodus auch eine Energiesparquelle. Der durchschnittliche Stromverbrauch eines Netbooks liegt laut Check24 bei 15-35 Watt, bei einem Notebook bei 30-50 Watt. Im Energiesparmodus verbrauchen neuere Notebookmodelle jedoch nur noch 0,8 Watt (6kWh pro Jahr), wenn sie mit dem Ladekabel am Netz hängen; ausgeschaltete Computer am Netz hingegen 3 Watt (22 kWh/Jahr).

Insofern trägt die Begrenzung der Standby-Verluste durch die Europäischen Kommission. Seit 2010 dürfen Neugeräte nur noch auf den Markt kommen, wenn im Bereitschaftszustand maximal 1 Watt verbraucht wird (bspw. Fernsehgeräte); 2013 wurde es erneut um die Hälfte runter reguliert. Ähnliche Vorgaben wurden auch für weitere Haushaltsgeräte wie Wasch- und Spülmaschinen, Wäschetrockner, Mikrowellen, Kaffeemaschinen, elektrische Zahnbürsten, Radios, Hi-Fi-Anlagen und andere Unterhaltungselektronik erlassen. Lediglich Geräte mit digitalen Anzeigen dürfen im Standby-Modus weiterhin 1 Watt verbrauchen; zudem wurde eine automatische Standby-Schaltung für Receiver, 2015 auch für Kaffeemaschinen veranschlagt. 6 Der Vergleich zwischen Lautsprechersystemen (1 Watt 8 kWh pro Jahr), Beamern (4 Watt, 29 kWh), Druckern (1 Watt 8 kWh ausgeschaltet am Netz) sowie externer Festplatte (10 Watt 73 kWh) ist hier recht spannend.

Energieverbrauch ist von Geräte- und Monitorgrößen abhängig

Selbstverständlich kann es sich hierbei nur um etwaige Mittelwerte handeln. Schließlich ist der Verbrauch stark vom jeweiligen Gerät abhängig – vom Alter, der verbauten Technik und auch Bildschirmgröße sowie deiner ganz persönlichen Einstellungen, wie beispielsweise der Bildschirmhelligkeit. „Ein aktuelles Flachbildgerät mit 32 Zoll verbraucht etwa 50 kWh im Jahr, für ein vergleichbares Modell mit 60 Zoll kann der Verbrauch auf 400 kWh im Jahr steigen.“7 Insofern empfehlen wir dir, bei Neuanschaffungen auf das neue EU-Energielabel zu achten. Die seit Mai 2021 mit einem B oder C gekennzeichneten Geräte sparen im Vergleich zur G- oder F-Klasse rund 60%. Sie entsprechen der vorherigen Bewertung A++. 8

Den genauen Energieverbrauch deiner Geräte kannst du mit einem Strommesser testen.

Quellen:

8 ebd.

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