Während in Deutschland verstärkt die Debatten laufen, wie wir Alltägliches klimaneutral gestalten können, wird eine wichtige Sache übersehen: Denn wir verbrauchen schon jetzt rund 1,75 Erden im Jahr und haben dies bereits über einige Zeit getan. Sprich: Wir sind ganz schön im Minus! Um aus diesem Minus raus zu kommen, braucht es keiner großen mathematischen Leistung, um zu wissen, dass nur „neutral“ nicht reicht. Um Ressourcen wieder aufzufüllen, so dass wir in Zukunft gut leben können, müssen wir klimapositiv handeln.

Aber was bedeutet das genau? Was heißt ‚klimaneutral‘ eigentlich?

Klimaneutral beschreibt einen Prozess oder ein Produkt, bei dessen Ablauf oder Herstellungskette die Menge an CO² nicht weiter erhöht wird. Emissionseinsparungen bilden hierbei eine wesentliche Grundlage (oder sollten dies zumindest tun). Hierfür können vorhandene Emissionen auch durch Zertifikate oder Investitionen, beispielsweise in Aufforstungsprojekte, kompensiert werden. Dazu muss man vorab den eigenen CO²-Fußabdruck kennen, um genau diesen im Nachgang entsprechend auszugleichen. Den CO²-Fußabdruck kann man beispielsweise über das Greenhouse Gas Protocol berechnen oder vom TÜV prüfen und zertifizieren lassen. Geschützt ist der Begriff jedoch nicht.

Aber Achtung: Wenn Emissionen nicht zielführend vermieden, sondern rein durch finanziellen Zertifikatehandel ausgeglichen werden, spricht man vom sogenanntem „Green-Washing“! Das bedeutet, dass eine negative Klimabilanz eines Produktes oder seines Herstellungsprozesses „erkauft“ und mitunter geschönt wird.

Im Gegenzug erhielt in den letzten Jahren der Term ‚klimapositiv‘ Einzug.

Dieses Phänomen beschreibt die Kompensation von CO², die weit über den verursachten Ausstoß hinausgeht. Der Begriff ‚klimapositiv‘ wird insbesondere von jenen Klimaschützer:innen verwendet, die erkannt haben, dass die 1,5-Grad- und Klimaneutralitätsziele nur erreicht werden können, wenn nicht nur CO² eingespart, sondern über den Verbrauch hinaus kompensiert wird.

Wie viel CO² mehr eingespart als verbraucht werden muss, ist dabei nicht klar definiert. Expertenzirkel wie Utopia oder die Deutsche Umwelthilfe sprechen sich für eine Einsparung von 20 bis zu 50 oder gar 80 Prozent mehr aus, als dies bislang der Fall ist. Um sich als klimapositiv bezeichnen zu können, müssen ehrgeizig verfolgte Einsparziele mit weiterführenden Kompensation Hand in Hand gehen. Um eine entsprechende Glaubwürdigkeit zu erlangen, bedarf es natürlich der transparenten Darstellung.

Warum liegt es uns am Herzen, mehr als nur klimaneutral zu sein?

Wir wollen,

  • dass nicht nur wir, sondern auch unsere wie eure Kinder und Folgegenerationen auf einem lebenswerten, grünen Planeten leben können,
  • dass wir die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen schonen und vernünftig einsetzen – und nicht etwa ausbeuten.
  • Verantwortung für unser Handeln übernehmen und nicht an die Folgegenerationen weiterreichen.

Selbstverständlich können wir das nicht allein. Aber wir wollen einen wesentlichen Beitrag leisten und in unserem Universum alles versuchen, um das bereits heute Mögliche auch zu erreichen. Dieses Bewusstsein wollen wir schärfen und auch bei unseren Kund:innen und Partner:innen schaffen.

Bist du dabei? Was tust du jetzt schon, um klimapositiv zu handeln?

Weiterführende Links zum Thema Klimaneutralität:

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