Ressourcensparen bei der Arbeit zu Hause – Du fragst dich, wie das gehen soll? Dabei zählt dein Stromzähler durch das Homeoffice gleich viel mehr Verbrauch für dein zu Hause. In diesem Blogartikel geben wir dir 10 Tipps mit auf den Weg, wie du den Verbrauch besser kontrollieren und mit einigen Kniffen nicht nur energiesparend arbeiten, sondern zugleich die Umwelt schonen kannst – ohne dich selbst einschränken zu müssen.

1. Mehrfachsteckdosen nutzen

Geräte im Standby-Modus sind eine der größten Quellen der Energieverschwendung. Dein Laptop findet zwar schneller in den Arbeitsmodus zurück, jedoch wird dabei die ganze Zeit über Strom verbraucht. Einigen Berechnungen zufolge, beläuft sich der durchschnittliche Mehrverbrauch bei konsequenter Standby-Nutzung in einem Einfamilienhaus auf bis zu 360 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Wenn man auf den Standby-Modus verzichtet, könnte man so umgerechnet 170 kg CO² einsparen.1 Du hast es also in der Hand! Hilfreiche Unterstützung erhältst du dabei von Mehrfachsteckdosen – am besten jene, die du ganz leicht per Schalter abschalten kannst.

2. Ökostrom beziehen

Anders als im Büro, wo du nicht zwingend über den Stromdienstleister mitbestimmen kannst, kannst du das zu Hause tun! Du solltest dich hier bewusst für Ökoanbieter entscheiden, denn erst dann greifen deine Stromsparmaßnahmen ineinander. Schließlich hilft es nichts, wenn du 8 Stunden am Tag von zu Hause am Laptop sitzt, dein Telefon lädst und am Ende auf die Stromgewinnung aus Kohle, Gas oder Erdöl zurückgreifst. Im Internet kannst du bequem in wenigen Schritten und Minuten deinen Anbieter wechseln. Darüber hinaus geben die gängigen Vergleichsplattformen mittlerweile Aufschluss, wie sich der Strom der unterschiedlichen Anbieter zusammensetzt. UTOPIA2 hat dir dabei sogar schon den Wechselantrag vorformuliert. Und trotzdem nutzt aktuell nur jeder vierte Haushalt Ökostrom.3

Und wenn du schon dabei bist, kannst du auch gleich die Ökobilanz deines Gasanbieters prüfen und auch hier zu Ökoanbieter:innen wechseln.

3. Laptops anstelle von Rechnern nutzen

Das mag vielleicht etwas komisch klingen, wo jede:r Augenärzt:in größere Monitore befürwortet; doch sobald du zusätzlich einen Rechner anschließt, so verbraucht dieser ein Vielfaches der Energie, mit der du einen Laptop betreiben kannst. Apropos Monitore: Flache LCD-Monitore helfen dir ebenfalls beim Stromsparen und sind daher in ihrer Nutzung wesentlich umweltschonender.4

4. Umweltbewusstes Surfen im Netz

Schätzungen zufolge werden 3,7% der weltweiten Treibhausgasemissionen von der Informations- und Kommunikationsbranche verursacht.5 Wie viel Strom das Internet verbraucht, haben wir bereits in einem anderen Artikel für dich zusammengefasst. Hier folgen ein paar weitere Tipps:

Du kannst beispielsweise Energieeinsparungen vornehmen, indem du deine Dateien stets an einem Ort speicherst und das ausschließlich solange, wie du sie auch benötigst. Das gilt auch für dein E-Mailpostfach und deine Cloudspeicher.

Beim Mailing kannst du zudem darauf achten, komprimierte Dateien zu versenden und Suchanfragen so gering wie möglich zu halten. Denn jede Suchanfrage benötigt Strom für den Datenaustausch. Selbstverständlich hilft es auch enorm, einen grünen Hoster für deine Mail-Postfächer zu nutzen. Entsprechende Pakete bieten wir dir an.

Des Weiteren lohnt es sich, bei Videokonferenzen hin und wieder das Bild auszuschalten und beim Streaming die Auflösung zu beachten. Schaust du beispielsweise auf deinem Laptop und nicht über einen großen Monitor, benötigst du gar nicht die höchste Auflösung.

5. Grüne Suchmaschinen nutzen

Auch die Wahl deiner Suchmaschine kann sich auf deinen Fußabdruck auswirken. So sind alternative Suchmaschinen wie Ecosia ein guter Ausgleich für deine Internetbilanz – diese grüne Suchmaschine spendet für jede Suchanfrage Geld an Wiederaufforstungsprojekte. Für 45 Anfragen wird ein Baum gepflanzt. So konnten bis Sommer 2020 bereits 100 Millionen Bäume gepflanzt werden. Die WWF-eigene Suchmaschine Panda Search wiederum spendet die Hälfte ihrer Werbeeinnahmen an WWF-Projekte.7

6. Wiederverwenden

Recycling ist im Homeoffice wesentlich leichter als in großen Büros, wo mitunter noch nicht einmal der Müll getrennt wird. Auch beim Drucken kannst du entscheiden, auf welchem Papier du drucken magst. Unsere Empfehlung ist natürlich recyceltes und nicht gebleichtes Papier. Bei der Herstellung von recyceltem Papier werden bis zu 30% Wasser und der 50% Energie bei der Herstellung eingespart, wie das Umweltbundesamt berichtet. Nicht zu vergessen, die Bäume, die nicht für die Papierherstellung gefällt werden müssen.8 Selbstverständlich zählt auch das beidseitige Beschreiben von Papier zum umweltbewussten Umgang im Homeoffice.

7. Musst du das jetzt drucken?

Auch diese Frage hilft dir, umweltbewusst zu handeln. In der Tat lesen sich einige Texte besser, wenn man das Papier sprichwörtlich vor Augen hält. Aber muss es wirklich das vollständige Dokument sein oder nur die für dich relevanten Kapitel? Klar sollte auch hier beidseitig gedruckt werden und – ggf. lohnt es sich auch zwei Seiten auf eine zu drucken. Oftmals sind zum schnellen Durch- oder Korrekturlesen Graustufen-Drucke völlig ausreichend: damit sparst du nicht nur deine Kartusche/Toner, die du im Übrigen nicht wegschmeißen, sondern bei guten Anbietern auch zurücksenden oder wiederbefüllen lassen kannst.10 Mit dem Graustufen-Druck und der Tintensparoption kann dein Drucker schneller agieren und schneller wieder ausgeschaltet werden. Falls du Webtexte ausdrucken möchtest, unterstützen dich neue Apps dabei, den Druck auf die Texte zu beschränken und Werbung sowie unnötige Abschnitte wegzulassen (Green Cloud Printer).

8. Beleuchtung

Die umweltfreundlichste Variante sind LED-Lampen. Sie verfügen über die längste Haltbarkeit und benötigen für die gleiche Beleuchtung am wenigsten Strom und enthalten darüber hinaus kein Quecksilber. Laut Ökotest-Studie belasten sie die Umwelt im Vergleich zu Halogenlampen drei bis fünfmal weniger.11

9. Bei Neuanschaffungen auf ökologische Produkte achten

Selbstverständlich muss im Homeoffice nicht alles neu angeschafft werden. Wenn aber doch einige Anschaffungen bevor stehen, lohnt es sich in neue Technologien zu investieren, denn diese Produkte wurden mitunter auf ihre Umweltverträglichkeit hin optimiert – bei Produktion, Haltbarkeit und Energieverbrauch. Auch bei der Neuanschaffung von Büromöbeln kannst du ebenfalls auf Nachhaltigkeit achten. Ja, es gibt sogar Biomöbel, die nachhaltig und fair, mit erneuerbaren Energien oder nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurden. Häufig zeichnen sie sich zudem durch eine hohe Lebensdauer aus, was wiederum Kosten für Ersetzungen eingrenzt und am Ende Bares spart.12

10. Plastikverpackungen meiden – Leitungswasser trinken

Vielleicht ist es gerade im Homeoffice nicht allen möglich, auf eine gesunde Ernährung und klimaneutrale Produkte zu achten. Doch ein erster Schritt kann der Verzicht auf Wasser aus Plastikflaschen sein. In Deutschland können wir eine hohe Leitungswasserqualität schätzen und so vielerorts (nahezu überall in Deutschland, wenn das zu Hause von keiner Wetterkatastrophe heimgesucht wurde) bedenkenfrei trinken und so der Umwelt Gutes tun! Zudem ist es bei der Versorgung zu Hause wesentlich leichter auf unnötige Plastikverpackungen zu verzichten: Frisches Obst und Gemüse einkaufen, keine dreifach verpackten To-Go-Mahlzeiten aus dem Supermarkt holen und schon haben wir wieder einen kleinen Beitrag mehr geleistet.

11. Lüften und Heizen

Wir steuern gerade auf die kühleren Jahreszeiten zu, daher gibt es noch einen Tipps oben drauf: Mit dem richtigen Heiz- und Lüftungskonzept kannst du dir, deiner Wohnung und der Umwelt viel Gutes tun. Einer der wichtigsten Hebel für private Haushalte Treibhausgasemissionen einzusparen, ist das richtige Heizen. So also auch im Homeoffice. Laut WWF werden rund 60% des haushaltseigenen CO²-Ausstoßes durchs Heizen verursacht.13 Die einfachsten Tricks sind Fenster und Türen abdichten, Heizkörper isolieren und die Heizung richtig einstellen, ggf. Thermostate verwenden. Wenn du die Temperatur in deiner geheizten Wohnung schon allein um ein Grad senkst, kannst du zirka 6% Energie einsparen. Wenn das kein Anreiz ist! Dabei liegt die ideale Raumtemperatur für Aufenthaltsräume bei 20 bis 22 Grad (im Schlafzimmer weniger.) Da im Homeoffice ein gutes Konzentrationsvermögen unabdingbar ist, muss regelmäßig gelüftet werden. Auch das will gelernt sein. Stoßlüften von fünf bis zehn Minuten ist wesentlich effektiver und besser für deine Heizbilanz als die Fenster in kühleren Monaten dauerhaft anzukippen.14

Das ist noch nicht genug?

Das Homeoffice bietet noch andere Einsparmöglichkeiten: So werden weniger Papierhandtücher verbraucht, keine Pappbecher für Tee oder Kaffee, hoffentlich auch weniger Kaffeepads oder – kapseln; loser Tee ist zu Hause ebenfalls besser einsetzbar. Zudem kannst du darauf achten, frisch zu kochen und sparst dabei unnötiges Alugeschirr. Zum Frischhalten kannst du die vorrätigen Wachstücher benutzen und beim Reinigen auf die Chemiekeulen verzichten, stattdessen auf ökologische Reinigungsmittel setzen.15

Quellen:

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