Wer täglich am Rechner sitzt, nutzt sie täglich. Um zu recherchieren, Rechtschreibung zu überprüfen, Synonyme zu finden, den aktuellen Sachstand zu einem Thema, die letzten Zeitungsartikel oder auch das nächste Urlaubsziel auszuchecken. Die Rede ist von Online-Suchmaschinen. Sie helfen uns durch den täglichen Informationsdschungel. Sicherlich hast du auch bereits „deine“ Suchmaschine gefunden – vielleicht weil sie voreingestellt, für dich gut handhabbar oder auch visuell besonders ansprechend ist. Doch auch bei den Suchmaschinen gibt es Unterschiede, was ihren grünen Fußabdruck und auch deren „impact“ für die Umwelt betrifft. Jede Suchanfrage verbraucht zwischen 0,0003 und 0,003 Kilowattstunden Strom. Der Vergleichswert, um einen Liter Wasser zu erhitzen, liegt bei 0,1 Kilowatt – ergo so viel wie durchschnittlich 30 Suchanfragen benötigen (ohne die jeweiligen Stromanbieter:innen von Provider:innen und Nutzer:innen zu kennen).1 Im folgenden Text stellen wir dir drei alternative Suchmaschinen vor, deren Service sich für grüne Denker:innen besonders hervortun.

1. ecosia.org

Die non-profit Suchmaschine Ecosia kommt dem allgemeinen Universalanbieter mit einem eigenen, ökologischen Angebot am nächsten – ob einfache Suchbegriffe, Bilder oder Kartenansichten. Mit jeder Suche summieren sich die Einnahmen, die wiederum zu 100 Prozent in ökologische Projekte fließen; der Großteil (80 Prozent) wird in Baumpflanzprojekte investiert. Pro Suche verdient Ecosia 0,5 Cent. Ein Baum zu pflanzen kostet rund 22 Cent, sodass rund 40 Suchanfragen einen Baum finanzieren. Bis Ende Oktober 2021 konnten bereits knapp 137 Millionen CO²-Speicher in 60 Ländern gepflanzt werden. Einen besonderen Fokus setzt Ecosia dabei auf Regenwald-Schutzprogramme. Die Ausgaben stellt das Berliner Unternehmen im jährlichen Finanzbericht transparent zur Verfügung. Die Server von Ecosia werden ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben. Nach eigenen Angaben erwirtschaften die hauseigenen Solarpanels „doppelt so viel Strom wie wir selbst brauchen, um alle Suchanfragen mit erneuerbaren Energien zu verarbeiten.“

Während die Suchergebnisse von der Suchmaschine Bing stammen2, werden durch die Suchdaten der über 15 Millionen Nutzer:innen keine Nutzer:innenprofile erstellt und die Daten auch nicht weiter gegeben.

2. Panda-search

Die Suchmaschine des WWF wirbt mit hohen Datenschutzstandards und Klimaneutralität. Ausschlaggebend für die Nutzer:innen dürfte jedoch die direkte Unterstützung von ausgewählten WWF-Projekten sein. Die durch Suchanfragen generierten Gelder fließen zur Hälfte direkt in gemeinnützige Natur- und Umweltprojekte des WWF Deutschland und oder an die Partner von WWF Österreich oder Schweiz. Diese Projekte sollen „weltweite Zerstörung der Natur und Umwelt stoppen und eine Zukunft gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben.[…] Sie sollen beweisen, dass die Bewahrung und verantwortungsvolle Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen mit nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung vereinbar sind.“. Die andere Hälfte nutzen die Anbieter:innen für die Weiterentwicklung, den Betrieb und Marketing der Suchmaschine.

3. Goodsearch

Goodsearch ist eine Suchmaschine, für jene, die mitbestimmen wollen, welche Projekte durch eigene Suchanfragen gefördert werden sollen. Fokus liegt dabei sowohl auf sozialen Projekten, aber auch der Unterstützung von Umwelteinrichtungen. Alle Nutzer:innen können selbst Organisationen vorschlagen, die die Spenden erhalten sollen. Auch Goodsearch investiert rund 50 Prozent ihrer Einnahmen. Nach Recherche von Chip online läuft die Suchanfrage über Yahoo. Insofern kann nach aktuellem Stand, dieser Dienst die IP-Adresse und Sucheingabe der Nutzer:innen speichern.

Weitere grüne Suchmaschinen, wie Treeday und deren Angebot, nachhaltige Unternehmen zu finden, die grüne Produktsuchmaschine WeGreen, der ökologischen Reisesuchmaschine GoodTravel oder Codecheck, die anhand eines Barcodescanners die Inhaltsstoffe von Produkten aufzeigt, werden dir in dem folgen Artikel vorgestellt: https://praxistipps.chip.de/alternative-suchmaschinen-15-gute-google-alternativen_102410

Eine sichere Alternative für Kinder ist Qwant junior.

Quellen:

1 https://utopia.de/ratgeber/alternative-suchmaschinen-google/

2 https://praxistipps.chip.de/alternative-suchmaschinen-15-gute-google-alternativen_102410

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